Rhythmus
prägt unser individuelles und gemeinschaftliches Leben. Es besteht
jedoch Gefahr, dass wir nicht unseren eigenen Rhythmus leben, sondern
uns fremden Rhythmen anpassen.
Als Musik- und Tanzpädagoge möchte ich vor allem dazu bei-tragen,
dass Menschen Freude an Musik, Bewegung und Rhythmus er-fahren und zu
ihrem eigenen Rhythmus finden.

Rhythmus
bedeutet Energie und Wiederholung, er ordnet die Zeit, bewegt, trägt
und verbindet. Bei Body-Perkussion wird der Rhythmus von den Körperklängen,
bei Schrott-Perkussion aus Alltagsmaterialien gestaltet.
Beweggrund der Percussion der Schwarzafrikaner ist ihre Lebensfreude
und die Gesänge. Gerade diejenigen, die sich für unrhythmisch
halten, können durch gezielte Rhythmusarbeit für ihr Leben
profitieren. Wer seine eigenen Rhythmen gefunden hat, wird das auch
im täglichen leben besser können. Die Grundlage dazu ist die
Rhythmuserfahrung.
Rhythmuserfahrung bedeutet Eintauchen in die Spannung zwischen Freiheit und Ordnung, zwischen
musikalischer (Bewegung, die Musik erzeugt), eigener und Mitspielerbewegung
(tänzerisch). Die lebensbejahende und verbindende Kraft des Rhythmus
ist eine der Grundlagen von Life-Art-Pädagogik.
Vermittelt werden sollen die Fähigkeiten, die inneren und äußeren
Pulsationen wahrzunehmen, mit dem Rhythmus zu spielen, den Rhythmus
mit Händen, Füssen, der Stimme und Instrumenten in den Rhythmus
der Gruppe zu integrieren.
Rhythmuserfahrung kann jeder machen, man braucht keine Vorkenntnisse.
Die Freude an der Musik und an musikalischer Tätigkeit stehen im
Vordergrund
Body-Perkussion
Ein Instrument, das jedem zur Verfügung steht, ist der Körper:
Hände und Füße, die Körperflächen, sowie der
Mund und die Stimme. Wir wollen lernen auf diesem Instrument auf unterschiedlichste
Arten zu spielen (z. B. Improvisation und eigene Erfindung, Kinderspiel,
Hip Hop, Rap, Ethno).
Schrott-Perkussion
Nicht nur die gewohnten Musikinstrumente, sondern jedes Material klingt.
Wir wollen uns auf die Suche nach besonders klingenden Alltagsmaterialien
machen, Möglichkeiten erkunden, wie man sie verändern kann,
damit sie differenzierter klingen, sowie Regeln für das Spiel erfinden
(z. B. Spiele mit Steinen, Plastikbechern und -Tüten, aus Ölfässern
werden Trommeln, aus Abflussrohren Anklungs, aus Flaschen ein Glockenspiel).
Afro-Perkussion
In schwarzafrikanischer Musik ist stets der ganze Körper beteiligt.
Puls und Rhythmus, die Wiederholung bestimmter Bausteine, Kommunikation
und Interaktion spielen eine große Rolle.
Vermittelt werden sollen unterschiedliche Rhythmen, Gesänge, Spiele
und Tänze, besonders auch das Spiel auf der Instrumenten Conga,
Talking Drum, Blekede, Calabash, Glocke usw. Wir verinnerlichen die
Rhythmen soweit, dass wir beim Spielen ohne Mühen Singen und Tanzen
können. (zurück)
Chris
Amrhein |